Nasen OP mit Krankenkasse vereinbaren



Die Kosten einer Schönheitsoperation am Septum sind enorm. Die Kasse zahlt heute die meisten Operationen nur noch, wenn dafür eine gesundheitliche Notwendigkeit besteht. Liegt keine medizinische Indikation vor, aber ist die Nase dennoch schief, zahlt die Krankenversicherung in den seltensten Fällen einen Teil. Auch wenn vermeintliche Kliniken in diversen Zeitungen reißerische Überschriften dazu schreiben, sollten es die Leser mit Skepsis betrachten. Sicher ist, wenn gesundheitliche Gründe für die Septorhinoplastik vorliegen, dann übernimmt das die Krankenkasse in vielen Fällen. Wer privat versichert ist, bekommt vielleicht auch eine Kostenübernahme allein wegen dem Schnarchen zugesprochen. Es gibt noch weitere Beispiele, wann die Versicherung zahlt. Wenn der Patient beispielsweise ständig Druck auf den Ohren hat und sich dadurch eine chronische Sinusitis entwickelt.

Steht auf der Diagnose Septumdeviation, handelt es sich um eine Nasenscheidewandkrümmung. In schweren Fällen können bei einer Verkrümmung der inneren Nase Atemaussetzer im Schlaf die Folge sein. Oft wird die Schlafstörung chronisch. Hier hilft die Nasenkorrektur auch gegen Schnarchen im Idealfall, damit man mehr Luft bekommt. Auch die Behandlung bei einem Kleinkind mit Lippen Kiefer Gaumenspalte (lkgs) wird meistens ohne Frage von der Kasse übernommen. Ebenso sind Nasenverletzungen durch Sport oder durch einen Tumor versichert.

Die Frage ist, ob und in welchen Fällen auch eine ästhetische OP an der Nase durch die Krankenkasse bezahlt wird. Eine Krankenversicherung, wie z.B. die AOK oder GKK, übernimmt möglicherweise die Kosten der Behandlung, wenn die Ursachen einer weiteren Krankheit damit behoben werden. Das ist der Fall, wenn der Patient wegen der Nase psychische Störungen entwickelt. Wenn ein Schüler in der Pause ständig gehänselt wird, verändern sich wegen der Nase Psyche und Lernfähigkeit. Die Erklärung ist, dass dann die Seele Schaden nimmt. Die Folge sind unweigerlich Komplexe und Depressionen. Hier wird eventuell auch die rein kosmetische Korrektur von der KK bezahlt, sofern der MDK zustimmt.

Oft ist vor der Entscheidung, ob die Nasen-OP von der Krankenversicherung bezahlt wird, ein Gutachten durch einen Psychiater notwendig. Seine Beurteilung und Argumente im Bericht, dass die Nasenoperation wegen psychischer Probleme notwendig ist, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Versicherung die OP bezahlt.

Wer die Septumplastik und den Krankenhausaufenthalt als Kassenleistung bezahlt bekommt, muss entscheiden, welcher HNO Arzt oder welche Krankenhäuser für die Rhinoplastik infrage kommen. Schüler brauchen eine Krankschreibung für die Schule, ebenso wie Arbeitnehmer für den Betrieb. Kommt für das Operieren der Nase die Krankenkasse oder Privatversicherung auf, sollte der Patient auch die Zeit nach der Nasenop nicht das Krank sein mit einem Urlaub vergleichen. Wer krankgeschrieben ist, darf keinen Sport machen oder gar in den Urlaub fahren. Die Krankheitsdauer ist abhängig von der Schwere des Eingriffs. Den Erfolg der Behandlung sieht der Patient erst, wenn alles verheilt ist.